Kurz gefasst
Die CO2-Bilanz der Flotte erfasst die Treibhausgasemissionen, die durch den Betrieb der Firmenfahrzeuge entstehen. Grundlage sind Verbrauchs- und Streckendaten, nicht Herstellerangaben.
Wie wird die Bilanz gebildet?
Aus den tatsächlich verbrauchten Energiemengen: getankter Kraftstoff und geladener Strom, jeweils multipliziert mit einem Emissionsfaktor. Diese Rechnung ist belastbarer als eine Hochrechnung aus Normverbräuchen, weil reale Verbräuche regelmäßig darüber liegen.
Nach dem Greenhouse Gas Protocol zählen Fahrzeuge im eigenen Besitz oder unter eigener Kontrolle zu Scope 1, der Ladestrom zu Scope 2, Dienstreisen mit fremden Fahrzeugen zu Scope 3.
Wofür wird die Bilanz benötigt?
Für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, für Ausschreibungen, in denen Emissionswerte abgefragt werden, und zunehmend für Anfragen von Kunden entlang der Lieferkette. Innerbetrieblich dient sie der Steuerung: Sie zeigt, welche Fahrzeuge und Standorte den größten Beitrag leisten und wo eine Umstellung am meisten bewirkt.
Woran scheitert die Erhebung?
An lückenhaften Verbrauchsdaten. Kraftstoff über die Tankkarte ist meist gut erfasst, Ladestrom dagegen selten vollständig, weil er sich auf Standort, öffentliches Netz und Heimladen verteilt. Fehlt der Heimladeanteil, ist die Bilanz systematisch unvollständig.
Zweiter Punkt sind die Emissionsfaktoren: Ob mit dem Strommix oder mit einem Ökostromtarif gerechnet wird, verändert das Ergebnis erheblich. Die getroffene Annahme gehört deshalb dokumentiert und über die Jahre konsistent angewendet, sonst sind die Werte nicht vergleichbar.
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