Organisation

Fahrzeugübergabeprotokoll

Die dokumentierte Zustandsaufnahme bei Übergabe und Rücknahme eines Fahrzeugs.

Lesezeit: 2 Minuten

Kurz gefasst

Das Fahrzeugübergabeprotokoll hält Zustand, Kilometerstand, Ausstattung und Zubehör eines Fahrzeugs zum Zeitpunkt der Übergabe fest. Es dient als Beweismittel bei späteren Schäden und bei der Rückgabe.

Was wird dokumentiert?

Kilometerstand, äußerer und innerer Zustand mit vorhandenen Schäden, Bereifung einschließlich Zweitradsatz, mitgegebene Ausstattung wie Zweitschlüssel, Ladekabel, Warndreieck, Verbandkasten und Tankkarte sowie die Bordunterlagen. Dazu Datum, Namen und Unterschriften beider Seiten.

Fotos aller vier Seiten und des Innenraums sind heute Standard und im Streitfall aussagekräftiger als jede schriftliche Beschreibung.

Wann wird es benötigt?

Bei jeder Zustandsänderung: Erstübergabe, Fahrerwechsel, längere Abwesenheit, Rückgabe an den Leasinggeber. Ohne Protokoll lässt sich nach Monaten nicht mehr klären, ob ein Schaden vor oder während der Nutzungszeit entstanden ist. Bei der Leasingrückgabe entscheidet genau diese Frage über Minderwertforderungen.

Welche Angaben gehören in das Protokoll?

  • Fahrzeugdaten: Kennzeichen, Fahrgestellnummer, Erstzulassung
  • Kilometerstand sowie Tank- oder Ladezustand
  • Außenzustand mit vorhandenen Schäden, dazu Fotos aller Seiten
  • Innenraum, Polster, Verglasung
  • Bereifung mit Profiltiefe, Zweitradsatz und dessen Lagerort
  • Zubehör: Zweitschlüssel, Ladekabel, Adapter, Tank- oder Ladekarte
  • Sicherheitsausrüstung: Warndreieck, Warnwesten, Verbandkasten mit Verfallsdatum
  • Bordunterlagen: Zulassungsbescheinigung Teil I, Serviceheft, Bedienungsanleitung
  • Datum, Namen und Unterschriften beider Seiten

Warum wird es trotzdem oft übersprungen?

Weil die Übergabe unter Zeitdruck stattfindet, häufig auf dem Parkplatz und ohne Formular zur Hand. Das Protokoll wird dann nachgereicht, unterschrieben ohne gemeinsame Besichtigung oder gar nicht erstellt.

Wirksam wird es erst, wenn es am Ort der Übergabe entsteht, also mobil ausfüllbar ist, Fotos direkt aufnimmt und die Unterschrift auf dem Gerät ermöglicht. Bei Poolfahrzeugen gilt dasselbe Prinzip in kleinerem Umfang: eine kurze Zustandsabfrage bei Rückgabe, gekoppelt an die Buchung.

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