Kosten & Steuern

Fuhrpark-KPIs

Kennzahlen, mit denen sich Kosten, Auslastung und Risiken einer Flotte steuern lassen.

Lesezeit: 2 Minuten

Kurz gefasst

Fuhrpark-KPIs sind Kennzahlen zur Steuerung des Fuhrparks, etwa Kosten je Kilometer, Auslastung, Schadenquote und Verfügbarkeit. Sinnvoll sind sie erst, wenn sie über einen Zeitraum verglichen werden.

Welche Kennzahlen sind aussagekräftig?

  • Kosten je Kilometer, gebildet aus der Total Cost of Ownership und der Laufleistung. Die zentrale Vergleichsgröße zwischen Fahrzeugen und Antrieben.
  • Fahrzeugauslastung, also der Anteil der genutzten an den verfügbaren Stunden oder Tagen. Grundlage jeder Entscheidung über die Flottengröße.
  • Schadenmanagement-Kennzahlen wie Schadenhäufigkeit je Fahrzeug und durchschnittlicher Schadenaufwand.
  • Verfügbarkeit, also der Anteil der Zeit, in der ein Fahrzeug einsatzbereit ist.
  • CO2-Ausstoß je Kilometer als Grundlage der CO2-Bilanz der Flotte.
  • Fahrzeuge je Verwaltungsstelle als Maß für die Effizienz der Fuhrparkorganisation.

Wie werden die Kennzahlen berechnet?

Kennzahl Berechnung Bezugsgröße
Kosten je Kilometer Gesamtkosten im Zeitraum geteilt durch gefahrene Kilometer Je Fahrzeug und Antriebsart
Auslastung nach Zeit Genutzte Stunden geteilt durch verfügbare Stunden Je Fahrzeug und Standort
Auslastung nach Strecke Tatsächliche geteilt durch kalkulierte Laufleistung Leasingfahrzeuge
Schadenhäufigkeit Anzahl der Schäden geteilt durch Anzahl der Fahrzeuge Je Zeitraum
Schadenquote Schadenaufwand geteilt durch gezahlte Prämie Versicherungsvertrag
Verfügbarkeit Einsatzbereite Tage geteilt durch Kalendertage Je Fahrzeug
CO2 je Kilometer Emissionen geteilt durch gefahrene Kilometer Flottenbilanz
Fahrzeuge je Verwaltungsstelle Anzahl Fahrzeuge geteilt durch Vollzeitstellen Fuhrparkorganisation

Wie viele Kennzahlen sind sinnvoll?

Wenige, dafür regelmäßig. Ein Bericht mit fünf Kennzahlen, der monatlich erscheint und Veränderungen sichtbar macht, steuert besser als eine Auswertung mit dreißig Positionen, die einmal jährlich entsteht. Wichtig ist, dass jede Kennzahl einer Entscheidung zugeordnet ist.

Woran scheitern Kennzahlensysteme?

An uneinheitlichen Bezugsgrößen. Werden Kosten monatlich, Kilometerstände quartalsweise und Schäden nach Abschluss erfasst, beziehen sich die Werte auf verschiedene Zeiträume und ergeben zusammen kein Bild. Deshalb ist die erste Aufgabe nicht die Auswahl der Kennzahlen, sondern eine verlässliche Datenbasis aus Flottendaten mit einheitlichem Stichtag.

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