Kosten & Steuern

Geldwerter Vorteil

Der steuerpflichtige Wert, der durch die private Nutzung eines Firmenfahrzeugs entsteht.

Lesezeit: 2 Minuten

Kurz gefasst

Der geldwerte Vorteil ist der Betrag, um den sich das zu versteuernde Einkommen einer Person erhöht, wenn sie ein Firmenfahrzeug privat nutzen darf. Er wird pauschal oder über ein Fahrtenbuch ermittelt.

Wie entsteht der geldwerte Vorteil?

Wer ein Firmenfahrzeug privat nutzen darf, spart die Kosten eines eigenen Fahrzeugs. Diesen Vorteil behandelt das Steuerrecht wie einen Teil des Arbeitslohns. Er wird der Lohnabrechnung hinzugerechnet und unterliegt Lohnsteuer und Sozialabgaben. Entscheidend ist die Erlaubnis zur Privatnutzung, nicht der tatsächliche Umfang.

Wie wird er berechnet?

Bei der pauschalen Methode über die 1-%-Regelung: monatlich ein Prozent des Bruttolistenpreises, bei begünstigten Elektrofahrzeugen ein Viertel davon. Für Fahrten zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte kommt ein zusätzlicher Betrag hinzu, der sich ebenfalls nach dem Bruttolistenpreis und der Entfernung bemisst.

Die Alternative ist das Fahrtenbuch. Es setzt die tatsächlichen Fahrzeugkosten ins Verhältnis von privater und dienstlicher Fahrleistung. Das lohnt sich bei geringem Privatanteil oder hohem Listenpreis, verlangt aber lückenlose Aufzeichnungen.

Worauf sollte der Fuhrpark achten?

Auf die Datengrundlage. Für die pauschale Bewertung wird der Bruttolistenpreis zum Zeitpunkt der Erstzulassung benötigt, einschließlich Sonderausstattung, sowie die Entfernung zur ersten Tätigkeitsstätte. Beides liegt häufig nicht im Fuhrpark, sondern verstreut in Bestellunterlagen und Personalakten.

Wird ein Fahrzeug getauscht, ändert sich der Wert unterjährig. Ohne saubere Übergabe an die Lohnbuchhaltung entstehen an dieser Stelle regelmäßig Korrekturen, die rückwirkend aufwendig sind.

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