E-Mobilität

Heimladen von Dienstwagen

Das Laden eines Firmenfahrzeugs am Wohnort der fahrenden Person.

Lesezeit: 2 Minuten

Kurz gefasst

Heimladen bezeichnet das Aufladen eines Dienstwagens am privaten Stromanschluss der fahrenden Person. Der dabei entstehende Stromverbrauch wird vom Unternehmen erstattet, entweder pauschal oder nach tatsächlichem Verbrauch.

Warum ist Heimladen für Flotten so wichtig?

Weil es der günstigste und zuverlässigste Ladeort ist. Fahrzeuge stehen nachts ohnehin am Wohnort, der Haushaltsstrompreis liegt deutlich unter den Tarifen öffentlicher Ladepunkte, und die Verfügbarkeit hängt nicht von freien Säulen ab. Für Fahrzeuge mit fester Zuordnung entscheidet der Anteil des Heimladens maßgeblich über die Energiekosten der gesamten Flotte.

Wie wird der Strom erstattet?

Zwei Wege sind üblich. Der Steuerfreier Auslagenersatz für Ladestrom mit monatlichen Pauschalen kommt ohne Messung aus und ist steuerlich unkompliziert, bildet den tatsächlichen Verbrauch aber nur grob ab. Die verbrauchsgenaue Erstattung setzt eine Wallbox mit eichrechtskonformer Messung voraus und rechnet nach Kilowattstunden ab.

Die zweite Variante lohnt bei hoher Fahrleistung, weil die Pauschale dann regelmäßig unter den tatsächlichen Kosten liegt.

Was ist organisatorisch zu klären?

Wer die Wallbox bezahlt und wem sie gehört, was bei Auszug oder Austritt der Person geschieht, wie der Zählerstand erfasst wird und in welchem Rhythmus abgerechnet wird. Ungeregelt bleibt meist der Fall des Ausscheidens: Eine vom Unternehmen finanzierte Wallbox in einer Privatimmobilie lässt sich selten wirtschaftlich zurückbauen.

Aufwendig wird das Thema durch die Menge. Bei 100 Fahrzeugen entstehen monatlich 100 Abrechnungsvorgänge, die ohne automatische Erfassung und Übergabe an die Lohnbuchhaltung erheblichen manuellen Aufwand bedeuten.

Weiterführende Inhalte

Fuhrparkverwaltung ohne Excel-Listen

Mit der AZOWO Mobility Cloud behalten Sie Fahrzeuge, Kosten und Pflichten an einem Ort im Blick.

Kostenlose Produktdemo buchen