E-Mobilität

Ladekostenabrechnung

Die Zuordnung und Erstattung von Ladekosten über alle Ladeorte hinweg.

Lesezeit: 2 Minuten

Kurz gefasst

Die Ladekostenabrechnung erfasst, wo ein Elektrofahrzeug geladen wurde, und ordnet die Kosten dem richtigen Kostenträger zu. Sie umfasst Ladevorgänge am Standort, zu Hause und im öffentlichen Netz.

Warum ist die Abrechnung aufwendiger als beim Tanken?

Weil es drei Ladeorte mit unterschiedlichen Abrechnungswegen gibt. Öffentliche Ladevorgänge laufen über Ladekarten und erscheinen auf einer Sammelrechnung, ähnlich der Tankkarte. Ladevorgänge am Standort belasten den Unternehmensanschluss und tauchen als Stromkosten auf, ohne Fahrzeugbezug. Das Heimladen von Dienstwagen ist eine Erstattung an die fahrende Person und läuft über die Lohnabrechnung.

Drei Wege, drei Systeme, ein Fahrzeug: Erst die Zusammenführung ergibt die tatsächlichen Energiekosten.

Was ist beim Heimladen zu beachten?

Die Wahl zwischen Pauschale und verbrauchsgenauer Erstattung. Wird nach Kilowattstunden abgerechnet, muss die Messung eichrechtskonform erfolgen, weil sonst der Nachweis gegenüber dem Finanzamt angreifbar ist. Die Pauschale ist einfacher, deckt bei hoher Fahrleistung aber die realen Kosten nicht.

Pauschale oder verbrauchsgenaue Abrechnung?

Beide Wege sind zulässig. Der Unterschied liegt im Aufwand und darin, ab welcher Fahrleistung die Erstattung die tatsächlichen Kosten noch deckt.

Merkmal Pauschale Verbrauchsgenau
Messtechnik Keine erforderlich Eichrechtskonforme Messeinrichtung
Nachweis je Ladevorgang Nicht erforderlich Erforderlich
Laufender Aufwand Monatlich gleichbleibend Laufende Datenerfassung und Zuordnung
Genauigkeit Grobe Näherung Entspricht dem tatsächlichen Verbrauch
Eignung Geringe bis mittlere Fahrleistung Hohe Fahrleistung
Risiko Erstattung bleibt unter den realen Kosten Anerkennung hängt an der Messtechnik

Was passiert ohne saubere Abrechnung?

Zwei Effekte, die sich verstärken. Erstens fehlt die Grundlage für den Kostenvergleich zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen, weil ein Teil der Energiekosten in den allgemeinen Stromkosten des Standorts verschwindet. Zweitens weichen Fahrende auf öffentliche Ladepunkte aus, wenn die Erstattung des Heimladens umständlich ist oder verzögert erfolgt. Das ist der teuerste Ladeort und macht einen Teil des wirtschaftlichen Vorteils der Umstellung zunichte.

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