Kurz gefasst
Der Restwert ist der Betrag, den ein Fahrzeug am Ende der Haltedauer voraussichtlich noch erzielt. Er ist die größte Einzelposition der Gesamtkosten und zugleich die unsicherste.
Wie entsteht der Restwert?
Er ergibt sich aus Marktnachfrage, Laufleistung, Zustand, Ausstattung und Antriebsart zum Verwertungszeitpunkt. Kalkuliert wird er bereits bei der Beschaffung, weil er die Abschreibung und damit die Total Cost of Ownership bestimmt. Beim Leasing steckt er in der Rate: Je höher der kalkulierte Restwert, desto niedriger die monatliche Belastung.
Wer trägt das Restwertrisiko?
Das hängt vom Vertragsmodell ab. Beim Kilometerleasing trägt es der Leasinggeber, abgerechnet wird über Mehr- oder Minderkilometer. Beim Restwertleasing trägt es das Unternehmen: Liegt der tatsächliche Verkaufserlös unter dem vereinbarten Wert, wird die Differenz nachgefordert.
Beim Kauf trägt das Unternehmen das Risiko in vollem Umfang, hat dafür aber auch den Verwertungserlös.
Warum ist der Restwert derzeit schwer zu planen?
Weil sich der Gebrauchtwagenmarkt schneller verändert als die Laufzeit eines Leasingvertrags. Antriebswechsel, Förderpolitik und regulatorische Vorgaben wirken sich auf die Nachfrage nach bestimmten Fahrzeugen aus, insbesondere bei Elektrofahrzeugen. Ein Vertrag über 48 Monate legt heute einen Wert fest, der auf Annahmen über einen Markt beruht, den es so noch nicht gibt. Wer diese Unsicherheit nicht tragen will, wählt Vertragsmodelle, die das Risiko beim Leasinggeber belassen, und bezahlt dafür über die Rate.
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