In dieser Ausgabe sprechen wir mit Fraunhofer über die Zukunft der Poolfahrzeugverwaltung, zeigen, wie KI ab September in der Mobility Cloud auch die Führerscheinkontrolle übernimmt, und geben im Video einen tieferen Einblick in unseren Automatisierungsworkflow. Außerdem starten viele Unternehmen gerade jetzt ihre Ausschreibung für eine neue Fuhrparksoftware, wir zeigen, worauf es dabei ankommt und welche Schritte zu einer erfolgreichen Softwareeinführung führen. Viel Spaß beim Lesen!

🔗 Networking: Poolfahrzeuge neu gedacht: Interview mit dem Fraunhofer IAO und IZS

Fraunhofer zählt zu den größten anwendungsorientierten Forschungsorganisationen Europas. Für diese Ausgabe haben wir mit Thomas Schrodi und Theresa Strobel-Vogt vom Fraunhofer IAO gesprochen, sowie mit Tobias Küchler, Fuhrparkmanager am Fraunhofer IZS. Am IZS ist bereits Realität, was viele Unternehmen erst planen: eine Flotte, die ausschließlich aus Poolfahrzeugen besteht, ein Großteil davon elektrisch.

Im Gespräch geht es um mehr als Fahrzeugverwaltung. Poolfahrzeuge gelten als naheliegender Einstieg in die Elektrifizierung, weil sich Fahrprofile zentral auswerten lassen und sich so gezielt die Fahrten identifizieren lassen, die schon heute elektrisch machbar sind. Ergänzt wird das um Konzepte wie Corporate Carsharing, bei dem Poolfahrzeuge außerhalb der Dienstzeiten auch privat genutzt werden können, und um die Frage, welche zusätzliche Planungsgröße der Ladezustand eines Elektrofahrzeugs in die tägliche Disposition bringt.

Ein Satz aus dem Gespräch bringt auf den Punkt, woran es in vielen Fuhrparks hakt:

„In der Praxis sehen wir häufig, dass Unternehmen entweder zu viele Fahrzeuge vorhalten oder Potenziale zur Elektrifizierung nicht erkennen, weil die tatsächlichen Einsatzprofile nicht ausreichend analysiert wurden."

Im vollständigen Interview sprechen die drei außerdem darüber, warum sich Poolfahrzeug-Systeme zunehmend zu Plattformen für die gesamte betriebliche Mobilität entwickeln, welche Rolle bidirektionales Laden dabei künftig spielt, und was Unternehmen für die Akzeptanz bei den Mitarbeitenden tatsächlich brauchen.

Hier gibt`s die ganze Interview zum nachlesen!

🤵💡 Experts: Weniger Aufwand, mehr Zeit: AZOWO bringt KI-Expertise in die Führerscheinkontrolle

Im März waren wir beim Autoflotte-Webinar „Megatrends Fleet 2026 – KI im Fuhrpark" zu Gast, vor fast 200 Teilnehmenden, und haben dort gezeigt, wie KI im Fuhrpark helfen kann: Sie übernimmt wiederkehrende Prozesse und schafft damit Zeit, die Fuhrparkmanager für strategische Entscheidungen nutzen können, statt sie in Routineaufgaben zu binden.

Eine dieser Routineaufgaben ist die Führerscheinkontrolle. Fahrer müssen erinnert werden, Termine nachgehalten, Daten gepflegt werden, und das immer wieder, je nach Kontrollintervall. Genau hier setzen wir jetzt an.

Bei AZOWO haben wir KI bereits in viele Bereiche der Plattform integriert, im September kommt ein weiterer Schritt hinzu: die KI-Führerscheinkontrolle. Sie vergleicht eingereichte Fotos automatisch mit früheren, bereits bestätigten Aufnahmen und prüft dabei deren Echtheit, ohne dass jemand die Bilder händisch sichten muss. Lediglich der erste Check läuft noch manuell, denn er liefert die Grundlage, auf der die KI danach selbstständig weiterprüft. Was bisher rund 20 Minuten pro Kontrolle kostete, dauert damit nur noch 3.

Wie das im Detail funktioniert, verraten wir in einer der nächsten Ausgaben. Bleibt gespannt, bald gibt's erste Einblicke.

👉 Ab Ende September in der AZOWO Mobility Cloud

🧪 Experience: Automatisierungsworkflow: Wiederkehrende Aufgaben, die sich selbst erledigen

HU-Termine, Leasingfristen, der saisonale Reifenwechsel: Solche Aufgaben wiederholen sich jeden Monat. Jedes Mal müssen sie neu angestoßen und nachgehalten werden. Das kostet Zeit, die im Fuhrparkalltag oft fehlt.

Der Automatisierungsworkflow der AZOWO Mobility Cloud löst das automatisch. Fuhrparkleiter legen einmal fest, wodurch ein Workflow ausgelöst wird: durch ein festes Intervall, ein Datum oder ein Ereignis wie einen Statuswechsel. Dazu legen sie fest, was dann passieren soll: eine Aufgabe, eine E-Mail, oder beides. Ab dann läuft alles im Hintergrund, ganz ohne Programmierkenntnisse.

Typische Use Cases:

Hauptuntersuchung: Aufgabe entsteht automatisch, rechtzeitig vor dem Termin

Reifenwechsel: Aufgabe für alle betroffenen Fahrzeuge zum Saisonwechsel

Leasingende: Aufgabe zur Fahrzeugrückgabe vor dem Stichtag

UVV-Prüfung: Aufgabe für jeden Fahrer zum passenden Zeitpunkt

Für diese Fälle stehen fertige Vorlagen bereit, individuell anpassbar. Das Ergebnis: bis zu 13 Stunden weniger Verwaltungsaufwand im Monat.

Mehr Infos zum Automatisierungsworkflow gibt`s hier

🎙 Talks: Fuhrparksoftware ausschreiben: Woran es meistens scheitert

Der Herbst ist für viele Fuhrparkverantwortliche die Zeit, in der neue Ausschreibungen für Fuhrparksoftware starten. Was dabei auffällt: Selten scheitert die Auswahl am Angebot des Marktes, sondern an der eigenen Vorbereitung.

Ein Satz wie „wir brauchen ein System zur Fahrzeugverwaltung" klingt konkret, lässt aber offen, ob eine einfache Buchungsplattform gemeint ist oder ein System mit automatisierter Führerscheinkontrolle und Schadenmanagement. Genau diese Lücke sorgt später für Angebote, die sich kaum vergleichen lassen.

Hinzu kommt: Ein Softwarewechsel ist selten allein ein IT-Thema. Die Fuhrparkverwaltung hat andere Prioritäten als die IT, die vor allem auf Schnittstellen und Datensicherheit achtet, oder der Einkauf, der auf Vertragslaufzeiten schaut. Fehlt eine Schnittstelle, etwa zur bestehenden SAP-Buchhaltung, müssen Buchungen nach der Einführung manuell übertragen werden, ein Mehraufwand, der sich vermeiden lässt.

Ein guter Indikator für Lücken im eigenen Anforderungskatalog: Rückfragen der Anbieter. Stellen mehrere Anbieter unabhängig voneinander dieselbe Frage, deutet das meist auf eine Lücke im Anforderungskatalog hin, die sich vor der Angebotsabgabe noch schließen lässt.

Wer die Ausschreibung jetzt angeht, findet im AZOWO Leitfaden zwölf Schritte von der Bedarfsanalyse bis zum Go-Live, samt Fragenkatalog mit 50 Fragen an potenzielle Anbieter.