Was bewegt die Fuhrparkbranche gerade wirklich? In dieser Ausgabe berichten wir vom Paneltalk beim AZOWO NEXT Day, erklären wie KI echte Prozesse automatisiert statt nur Fragen zu beantworten, zeigen warum Führerscheinkontrolle flexibler ist als gedacht, und klären auf: Was steckt eigentlich hinter Vehicle-to-Grid? Viel Spaß beim Lesen!

🔗Networking - Wie machen es eigentlich die anderen?

Erkenntnisse aus dem Paneltalk mit EnBW, Fraunhofer und dem Flughafen München beim AZOWO NEXT Day - Part II

Die EnBW betreibt 200 E-Fahrzeuge im Sharing an sechs Standorten mit einer Auslastung von fast 100 Prozent. Im Paneltalk beim AZOWO NEXT Day berichtete Vanessa Hindinger, Teamleiterin Mobilität, welche Hürden sie auf dem Weg zur Digitalisierung gemeistert haben.

Vor der Einführung von AZOWO wurden alle Fahrzeuge händisch in einer Excel-Tabelle disponiert, ein tagfüllender Aufwand für einen einzelnen Mitarbeiter. Es kamen dann mehrere Dinge zusammen: Corona, die Digitalisierung und die komplette Elektrifizierung der Poolfahrzeuge.  Die Mitarbeitenden sind viel unterwegs, es finden fast 16.000 Fahrten mit diesen 200 Fahrzeugen statt. Es war klar, dass dies irgendwann nur noch über Digitalisierung zu bewältigen ist.

Bisher kamen die Mitarbeiter an den Empfang und erhielten den Schlüssel für das Fahrzeug, welches man immer hatte. Diese kleinen Annehmlichkeiten kannten die Mitarbeitenden von früher: Werkstätten vor Ort, Wagenwäscher als eigener Beruf, die eigene Reparatur der Fahrzeuge. All das wurde nach und nach reduziert, und dann war klar: Wir schaffen es nur mit Digitalisierung. Die EnBW entschied sich in der Ausschreibung dafür, das Thema Digitalisierung konsequent anzugehen und implementierte ein Buchungsportal. Dieses wird heute in der Web-Version genutzt. Die Schlüsselausgabe inkl. zugeordneter Ladekarte erfolgt allerdings immer noch über die Empfänge.

Insbesondere die Kommunikation und das Onboarding rund um die Fahrzeugbuchung, der Umgang mit einem E-Auto und das Laden am Standort und Schnellladen Unterwegs mit der EnBW mobility+ bedeutet dauerhaften Schulungsaufwand für das Team bei bald 30.000 Konzernmitarbeitenden.

🤵💡Experts - KI-Expertise, die wir selbst leben

Als IT-Unternehmen nutzen wir KI selbst und optimieren kontinuierlich unsere eigenen Prozesse, etwa über unseren internen Workflow Manager. Wir verstehen die Technologie also nicht nur, wir leben sie. Und genau das prägt unsere Vision für den Fuhrpark: KI soll Fuhrparkmanagern wertvolle Zeit sparen, nicht nur durch Antworten, sondern durch echte Automatisierung ganzer Prozesse. Ein System, das sich meldet, wenn es wirklich wichtig ist, damit Sie sich auf strategische Entscheidungen konzentrieren können statt auf tägliche Routineaufgaben.

Im Fuhrpark entfaltet KI ihren Mehrwert in drei Stufen:

1.      Automatisierung & Prozessoptimierung: Repetitive Aufgaben wie das Zuordnen von Bußgeldern oder das Strukturieren von Daten übernimmt die KI in Sekunden.

2.      KI als aufmerksamer Assistent: Sie erkennt Unstimmigkeiten und weist auf Fehler hin, die in der Datenmasse untergehen.

3.      Proaktives Arbeiten: Sie vergleicht beispielsweise Leasingkonditionen mit Marktpreisen, erstellt Angebotsentwürfe oder simuliert, was eine Flottenumstellung auf Elektromobilität konkret bedeuten würde.

Mehr Infos zum Thema KI in der AZOWO Mobility Cloud gibt es beim digitalen Workshop der Autoflotte am 12. März.

🧪Experience - Führerscheinkontrolle: So flexibel wie Ihr Unternehmen

Führerscheinkontrolle ist Pflicht, aber wie sie umgesetzt wird, ist von Unternehmen zu Unternehmen verschieden. Am häufigsten greifen Kunden zur App-Lösung: Fahrer fotografieren ihren Führerschein per Smartphone, die Daten werden automatisch erfasst und zur Prüfung eingereicht. Daneben stehen Scanner, RFID, easycheck sowie manuelle Prüfungen mit Erinnerungen und Checklisten zur Verfügung. Alle Prüfungen werden rechtssicher dokumentiert, inklusive Prüfername, Datum und Ergebnis.

Was die AZOWO Mobility Cloud dabei wirklich auszeichnet, ist die Flexibilität durch fünf frei kombinierbare Kontrollmechanismen. Verschiedene Nutzergruppen, Standorte und Situationen erfordern unterschiedliche Herangehensweisen: Lagerarbeiter ohne E-Mail-Zugang nutzen den Scanner direkt am Standort, Vertriebsmitarbeitende unterwegs die App, internationale Mitarbeitende wieder eine ganz andere Lösung. Ob große Firma mit mehreren Standorten oder unterschiedliche Prozesse an verschiedenen Orten, jede Firma ist einzigartig, und die Plattform bildet genau das ab.

🎙 Talks: Von bidirektionalem Laden zu V2G: Was steckt dahinter?

Der Markt rund um bidirektionales Laden und Vehicle-to-Grid entwickelt sich rasant. In den nächsten drei Ausgaben beleuchten wir das Thema genauer. Den Anfang macht das Wichtigste: die Grundlagen.

Beim klassischen Laden fließt Strom nur in eine Richtung, vom Netz ins Fahrzeug. Beim bidirektionalen Laden funktioniert das in beide Richtungen: Das Fahrzeug wird zum mobilen Energiespeicher.

Aber warum brauchen wir das? Erneuerbare Energien produzieren Strom ungleichmäßig, mal zu viel, mal zu wenig. Diese Schwankungen gefährden die Netzstabilität. Der Netzkollaps in Spanien 2025 hat gezeigt wie kritisch das werden kann. V2G löst genau dieses Problem: Fahrzeugflotten nehmen bei Überschuss Energie auf und geben sie bei Knappheit wieder ans Netz ab. Damit entstehen völlig neue Möglichkeiten:

- Überschüssige Wind- oder Solarenergie kann zwischengespeichert werden

- Lastspitzen im Netz lassen sich abfedern

- Flexible Kapazitäten entstehen dort, wo Fahrzeuge ohnehin stehen

Vehicle-to-X: Ein kleines Begriffs-Wiki

V2G (Vehicle-to-Grid): Rückspeisung von Strom ins öffentliche Netz

V2H (Vehicle-to-Home): Versorgung eines Haushalts aus der Fahrzeugbatterie

V2B (Vehicle-to-Building): Energieversorgung von Gewerbeimmobilien oder Betriebsgeländen

V2D (Vehicle-to-Device): Direkte Stromversorgung von Geräten über das Fahrzeug

V2X (Vehicle-to-Everything): Oberbegriff für alle Formen bidirektionaler Energieflüsse

Technisch unterscheiden sich die Anwendungen vor allem in ihrer regulatorischen Komplexität. Während V2H, V2B und V2D oft innerhalb eines geschlossenen Systems stattfinden, erfordert V2G eine Integration in Markt- und Netzmechanismen.

Im nächsten Newsletter folgt: die aktuelle Marktentwicklung.

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